Achtung, Torpedo von rechts

Portait von Marco Denoth

Tataaa – und wieder ein scheinbarer Coup der Bürgerlichen (oder soll ich sagen Rechtskonservativen). In königlich-kaiserlichem Aufzug versammelten sich die Herren Präsidenten der SVP, FDP und CVP letzten Mittwoch, um zu verkünden wie fahrlässig die rot-grüne Regierung arbeite. Ein bissiger Hund der SVP mit seinem Kläffer der CVP im Seitenwagen und ein eigentlich geachteter Anwalt beginnen ein aussichtsloses Juristengeplänkel, indem sie beim Bezirkrat eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Kauf der sogenannten Gammelhäuser einreichen.

Damit torpedieren die Rechten klar den Willen des Stadtzürcher Volkes, welches im 2011 mit 76% (in Worten und zum Mitschreiben: sechsundsiebzig Prozent!) JA zu einem Drittel gemeinnützigen Wohnungen gesagt hat. Und nicht nur das; sie verweigern sich zudem einer fundierten Sozialpolitik, welche auch für Drögeler und Obdachlose ein Heim zur Verfügung stellt – für die schwächeren unserer Gesellschaft, welche sich sehr viel nicht leisten können, was den Rechten einfach so in den Schoss gelegt wurde. Schlimmer noch, es geht um Selbstverständlichkeiten wie ein Dach über dem Kopf, ein warmes Essen und etwas soziale Geborgenheit von Menschen, welche im Sinne von SVP, FDP und C(hristlich)VP nicht am Rande unserer Gesellschaft sind, sondern nicht in unsere Gesellschaft gehören.

Wir Sozialdemokraten haben mit unserer Aktion «Zürich. Offen. Anders» genau dieser grusigen Politik den Kampf angesagt. Wir wollen unsere Projekte verteidigen, welche wir mit einer intelligenten rot-grün-blauen Regierung in den letzten über 20 Jahren aufgebaut haben. Ja, ich schreibe auch blau, weil es so war. Und ja, ich schreibe war, weil man sich auf blau in dieser Stadt nicht mehr verlassen kann. Anstatt eigene – ok eher wirtschaftsfreundliche, aber doch sozial, kulturell und nachhaltige – Konzepte zu entwickeln, schmieden sie in einem ihrer Zunfthäuser Pläne, wie man der offensichtlich erfolgreichen (und zum Teil auch eigenen) Politik an den Karren fahren kann. Und wenn es sogar an dieser Kreativität mangelt, dann springt man doch einfach der SVP hinten drauf oder rein. Und dann putze ich mir noch ein Tränli ab, wenn ich den ehemals guten Köpfen der CVP nachtrauere. Das ist nicht schlechte Politik, sondern billige Effekthascherei! Effekthascherei auf Kosten ihrer eigenen guten Leute von früher.

Und genau darum wundert es niemanden, dass renommierte eigene Leute von früher sich zum Beispiel zu einer USR III vernehmen lassen und raten, ein NEIN nächsten Sonntag in die Urne zu legen. Weil die neuen Rechten sich anscheinend nicht zu Schade sind, unseren Staat und unsere Stadt kaputt zu machen. Bedauernswert, dass die alten Köpfe in Pension sind und die jungen Kräfte am Ruder nichts, aber auch gar nichts an unserer offenen und sozialen Gesellschaft mittragen wollen.

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