Ja zur sip züri

Portrait von Anjushka Früh

Die Stadt Zürich verfügt über attraktiven öffentlichen Raum, der von verschiedensten Menschen genutzt wird. Um dabei auftretende Nutzungskonflikte niederschwellig abfangen zu können, setzt die Stadt zur Konfliktvermittlung sip züri ein. Weiter werden exponierte Einrichtungen des Sozialdepartements beaufsichtigt. Sip züri verfügt über keine polizeilichen Kompetenzen.

Zwei Beispiele aus der Arbeit von sip züri: Aus einem Nutzungskonflikt zwischen Anwohnern und feiernden Jugendlichen entsteht oftmals ein sozialarbeiterisches Gespräch mit den Jugendlichen, z.B. über den Konsum von Alkohol oder die Lehrstellensuche. Ebenfalls werden im Winter Kältepatrouillen durchgeführt, bei denen Personen ohne warmen Schlafplatz aufgesucht und an eine geeignete Notschlafstelle vermittelt werden.

Sip züri verbindet aufsuchende Sozialarbeit mit ordnungsdienstlichen Aufgaben. Dies ist ihr Hauptmerkmal und zudem auch grösster Kritikpunkt. Denn diese Vermischung führt dazu, dass von sip züri durchaus auch repressives Verhalten ausgeht. Die Nutzung des öffentlichen Raumes, der allen Personen offenstehen muss, wird zwar durch diese Interventionen vielleicht etwas weniger attraktiv. Würden sich jedoch die Pflichten von sip züri auf die aufsuchende Sozialarbeit beschränken, so würden sich die ordnungsdienstlichen Aufgaben nicht einfach in Luft auflösen, sondern sie müssten von anderen Stellen übernommen werden, etwa von der Stadtpolizei oder von privaten Sicherheitsunternehmen. Beide würden um einiges repressiver auftreten. Schlussendlich würde so die sehr berechtigte Forderung nach weniger Repression im Endeffekt zu mehr Repression führen, was keinesfalls wünschenswert ist. Der stadträtlichen Vorlage ist daher zuzustimmen.

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