Das Botellón vor dem Balkon

Wenn Frau A. S. (Name der Redaktion bekannt) nachts nicht schlafen kann, hat das nicht immer mit ihren Sorgen und Nöten zu tun Denn Frau A. S. wohnt in der Zürcher Innenstadt, und da kommt es häufig vor, auch unter der Woche, dass unter ihrem Schlafzimmerfenster ein kleines Botellón veranstaltet wird. Sie ist nicht allein: viele Bewohnerinnen und Bewohner der Kreise 1, 3, 4 und 5 wohnen auch in einem Bierzelt/Triathlonzielgelände/Freiluftklo/Abfallcontainer/Openair-Backstagezelt und was der nicht immer erfreulichen Dinge mehr sind. Über ähnliche Probleme klagen übrigens Anwohnerinnen und Anwohner von Läden mit langen Öffnungszeiten etc.

Die naheliegende Reaktion für den durchschnittlichen Lokalpolitiker wäre jetzt der Ruf nach Verboten, mehr Polizei und weniger Jugendlichen – was ich aber keineswegs will. Die Friedhofatmosphäre früherer Jahre, als die Bürgerlichen Zürich noch mit bleiernem Regime regierten und die Trottoirs um elf hochklappten, gehört endgültig in die Geschichtsbücher. Es gibt nichts schöneres als eine lebensfrohe Stadt mit belebten Strassen und Quartieren, mit Events und Veranstaltungen. Und trotzdem: auch ruhig schlafen können gehört zu Zürich. Wie geht man mit diesem Konflikt um? Diskutiert mit unter www.sp-zuerich.ch/diskussion!

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